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Abschiedskommers, Brauchtum: 1) Ein von einem von der Universität abgehenden Studenten gegebener Kommers, der meistens außerhalb der Universitätsstadt auf einem Dorfe begangen wurde (1846). 2) Ein gemeinsamer Kommers einer Verbindung am Ende eines jeden Semesters (1846). Heute dafür: (Ab)Schlußkneipe.
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Abschlußgottesdienst, auch: Semesterabschlußgottesdienst, Schlußgottesdienst. Der universitätsoffizielle und der bei den christlichen Studentengemeinden und Studentenverbindungen gegen Ende des Semesters stattfindende Gottesdienst. Gegenstück: Antrittsgottesdienst.
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Abstinente Schweizerische Burschenschaft, abgekürzt: ASB, 1910 gegründeter, farbentragender, nicht schlagender beziehungsweise zur Mensur keine Stellung beziehender Verband, der ein Verbindungsleben ohne Alkohol gestalten will. Die ASB erstrebt außerdem eine sittliche und gesunde körperliche Entwicklung des Schweizer Volkes und verlangt von ihren Mitgliedern vaterländische Gesinnung, Treue und opferwilligen Dienst in der Volksgemeinschaft. Die ASB ist gleichzeitig ein Unterverband des Abstinentenverbandes Junge Schweiz.
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AC, Abkürzung für: **Allgemeiner Convent. Vergleiche: **Konvent.
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ad libitum [lateinisch: nach Belieben], Brauchtum: 1) A. L.Singen. Im studentischen Brauchtum vom Präsidium einer Kneipe veranlaßter Rundgesang, bei dem jeder an der Kneiptafel einen Solocantus (Einzelgesang), meist die Strophe eines Liedes, vortragen muß(te), dessen Wahl ihm überlassen blieb (1887). 2) A. L.Trinken. Auf einer Kneipe trinken wie man persönlich mag, also nicht zum Beispiel eine vom Präsidium zudiktierte Menge (österreichisch zeitgenössisch). 3) Als Grad der Anwesenheitsverpflichtung bei Veranstaltungen: ohne Verpflichtung (österreichisch zeitgenössisch).
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ADC, Abkürzung für: 1) **Allgemeiner DelegiertenConvent. 2) Allgemeiner DeputiertenConvent. Vergleiche: **Burschenschaft. 3) Allgemeines Deutsches Commersbuch. Vergleiche: **Kommersbuch.
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ADH, Abkürzung für: **Allgemeiner Deutscher Hochschulsportverband. Vergleiche: **Hochschulsport.
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ADS, Abkürzung für: **Arbeitsgemeinschaft Deutscher Studentenschaften.
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AGG, Abkürzung für: **Arbeitsgemeinschaft der katholischen Studenten und Hochschulgemeinden.
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AGV, Abkürzung für: 1) **Arbeitsgemeinschaft katholischer Studentenverbände. 2) Akademischer Gesangverein.
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AH, verschiedentlich auch so gesprochene Abkürzung für: **Alter Herr; Mehrzahl: AHAH.
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AHC, Abkürzung für: 1) Altherrenconvent, Konvent der Alten Herren eines Bundes oder Verbandes, 2) **AlthäuserCollegium (des Wingolf).
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AHV, Abkürzung für: 1) Altherrenverband, Altherrenverein oder Altherrenvereinigung. Vergleiche: **Altherrenschaft. 2) Altherrenversammlung, gleich: Altherrenconvent. 3) AkademischHistorischer Verein.
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AHZ, Abkürzung für: Altherrenzirkel. Örtlicher Zusammenschluß der Alten Herren eines Korporationsverbandes oder einer Verbindung.
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akademisches Viertel, die Viertelstunde, um die im akademischen Leben eine Veranstaltung später beginnt als angegeben. Dies ist meist durch die nachgestellten Buchstaben „c. t.“ angezeigt, die eine Abkürzung des lateinischen „cum tempore“ darstellen und „mit Zeit“ bedeuten. 9 Uhr c. t. bedeutet also 9.15 Uhr. Findet eine Veranstaltung genau zur angegebenen Zeit statt, wird „s. t.“, das heißt „sine tempore“ (ohne Zeit beziehungsweise ohne a. V.) hinzugefügt. Soll ein Zeitpunkt 30 Minuten nach der vollen Stunde angegeben werden, so wird angehängt „h. m. c. t.“ (hora magna cum tempore, volle Stunde mit großer, das heißt viel Zeit).
Das a. V. soll den Studenten und Professoren Zeit zum Wechsel des Hörsaals zwischen den Lehrveranstaltungen geben.
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Aktiven-Bund, Zusammenschluß der Aktiven oder Aktivitates (**Aktivitas) eines Verbandes.
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Aktiver, Angehöriger einer Verbindung 1) von der Aufnahme bis zur Inaktivierung. A. im Kartell: Nach der Geschäftsordnung vieler Korporationsverbände ist ein Aktiver, der die Hochschule wechselt, verpflichtet, sich bei einer am neuen Hochschulort ansässigen Verbindung seines Verbandes zu melden. Die Einzelheiten sind unterschiedlich festgelegt, aber in der Regel gilt dies bis zum Ende des vierten Semesters. 2) von der Aufnahme bis zur Philistrierung.
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Aktivitas, auch: Aktivenschaft, AktivenBund, die Aktiven (KSCV). Eigentliche Verbindung beziehungsweise der Teil der Verbindung, der alle nicht philistrierten Mitglieder, das heißt Füchse, aktive und inaktive Burschen, umfaßt und der Jurisdiktion des Allgemeinen Conventes (AC) und des Burschenconventes (BC) beziehungsweise Corpsconventes (CC) untersteht (**Konvent). Die ausführende Gewalt haben die jedes Semester gewählten drei beziehungsweise fünf Chargierten, das heißt die Inhaber der Verbindungsämter.
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Allgemeiner Convent, abgekürzt: AC, bei den meisten Verbindungen übliche Bezeichnung für das beratende und beschließende Organ über allgemeine Angelegenheiten. Teilnahme und stimmberechtigt sind neben Burschen (Vollmitgliedern) und Füchsen (vorläufigen Mitgliedern) oft auch Verbandsbrüder, die sich bei der betreffenden Verbindung als zeitweilige Mitglieder gemeldet haben. Bei den Corps nehmen Füchse nicht teil. Verhandlungsgegenstände auf dem AC sind insbesondere die Genehmigung des Semesterprogramms, Kritik von Veranstaltungen, finanzielle Angelegenheiten der Aktivitas wie die Festlegung des Semesterbeitrages.
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Allgemeiner Deutscher Hochschulsportverband, abgekürzt: ADH, am 3. August 1950 in Nachfolge der am 2. April 1948 geschaffenen „Arbeitsgemeinschaft Deutscher Hochschulsportreferenten“ entstandener Zusammenschluß der studentischen und hochschulseitigen Ämter für Leibesübungen der einzelnen Allgemeinen Studentenausschüsse (ASten) beziehungsweise als Dachverband der Hochschulsporteinrichtungen.
Zweck: Der ADH will die Interessen des allgemeinen Hochschulsports wahrnehmen, Reformkonzepte für den Hochschulsport entwickeln und fördern, allen Hochschulangehörigen eine sportliche Betätigung ermöglichen, die Interessen des Hochschulsports nach Außen vertreten, Veranstaltungen, Lehrgänge usw. durchführen.
Organe sind die Vollversammlung, der Vorstand und Ausschüsse für besondere Aufgaben. 1985 hatte der ADH als Mitglieder 67 Hochschulen der Bundesrepublik und Westberlins. 1951 wurde der ADH Mitglied der Fédération Internationale du Sport Universitaire (FISU).
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Allgemeiner Studentenausschuß, abgekürzt: AStA, im allgemeinen Sinne der Selbstverwaltungskörper der Studenten einer Hochschule im deutschen Sprachraum. Im Besonderen das ausführende Organ (Exekutive) der Studentenschaft einer Hochschule, das unmittelbar vom Studentenparlament oder Studentenrat (Legislative) oder nach Fakultäten beziehungsweise Fachbereichen auf ein Semester aber in der Regel für ein Jahr in freier und geheimer Wahl bestimmt wird.
Der AStA besteht normalerweise aus einem Vorsitzenden und mehreren Referenten, zum Beispiel dem Hochschul, Finanz, Sozialreferenten; er vertritt die Belange der Studentenschaft gegenüber Universität, staatlichen Einrichtungen und Öffentlichkeit. Vertreter des AStA wirken auch in Universitätsausschüssen mit und gehören dem Vorstand oder der Geschäftsführung des örtlichen Studentenwerkes an. Die ASten der einzelnen Hochschulen haben sich auf Bundesebene im **Verband Deutscher Studentenschaften (VDS), teilweise auch in Landesverbänden zusammengeschlossen.
Die Zwangsmitgliedschaft der Studenten in der Studentenschaft einer Universität wurde in der Bundesrepublik Deutschland in Frage gestellt, nachdem viele ASten und der Verband Deutscher Studentenschaften (VDS) seit etwa 1970 ein (allgemein)politisches Mandat beanspruchten. Asten als selbständige, in der Hochschulverfassung verankerte Organe bestehen in einigen Bundesländern nicht mehr.
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Alter Herr, abgekürzt: AH, Mehrzahl: AHAH. 1) Ehemaliges, das heißt nicht mehr studierendes Mitglied einer Verbindung beziehungsweise Mitglied von deren Altherrenschaft, Altherrenverband (AHV). 2) Anrede eines Aktiven gegenüber diesem. Ersetzt ab etwa 1860 das ältere **Philister, das vielerorts einen abwertenden Sinn angenommen hat. 3) Gleich: altes **Haus (1884). 4) Vater (19. Jahrhundert, zeitgenössisch).
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Altherrenschaft, auch: Philisterschaft, die Gesamtheit der nicht mehr studierenden Mitglieder einer Verbindung einschließlich der Ehrenmitglieder, die in einer Altherrenvereinigung, einem Altherrenbund, verein oder verband meist in der Rechtsform des eingetragenen Vereins (e. V.) organisiert sind, um den Zusammenhalt untereinander und zu den studierenden Mitgliedern (**Aktivitas) aufrecht zu halten, die aber auch zu deren gesellschaftlicher oder finanzieller Unterstützung tätig wird. Die A. ist der organisatorische Ausfluß des **Lebensbundprinzips. Die Altherrenverbände sind meist wieder auf Verbandsebene zusammengeschlossen, zum Beispiel die der Kösener Corps im Verband Alter Corpsstudenten (VAC), die der Sängerschaften im Verband Alter Sängerschafter (VAS) usw. Teilweise bilden studierende und nicht mehr studierende Mitglieder einer Korporation aber auch eine organisatorische Einheit.
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amicitia [lateinisch: Freundschaft] die, fast im gesamten Verbindungswesen als Grundsatz im Sinne von Lebensfreundschaft (**Lebensbundprinzip), **Bundesbrüderlichkeit, verbreitet.
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ankeilen, 1) zusammentrommeln (1781), 2) anschaffen (1795, 1813). „Geld a.“, Geld beschaffen, von jemandem leihen (1781, 1795, 1831, 1841), 3) jemanden zu etwas veranlassen, insbesondere in eine Verbindung einzutreten, „mitunter wohl auch dadurch, daß die Ankeilenden den Anzukeilenden molum [betrunken] machen und sich dann in der Knillität [Trunkenheit] das Ehrenwort geben lassen, zu der oder jener Verbindung zu treten“
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Antrittskneipe, [Brauchtum:] ein Semester wird von den meisten Verbindungen offiziell mit einer A. oder Semesterantrittskneipe eröffnet und mit einer Schluß, Abschluß oder Semesterabschlußkneipe beendet (1887, zeitgenössisch).
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Auditorium [von lateinisch audire, hören beziehungsweise lateinisch a., Hörsaal (16. Jahrhundert)], 1) Hörsaal (deutsch seit 16. Jahrhundert, zeitgenössisch). 2) Zuhörerschaft (zeitgenössisch). 3) A. Maximum (Audimax). Lateinisch: Größter Hörsaal (einer Hochschule). In diesem hatte früher die Gesamtheit oder der größte Teil der eingeschriebenen Studenten Platz und konnte an den offiziellen Feiern teilnehmen.
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Aufnahme, 1) A. in die Hochschule, gleich **Immatrikulation, 2) A. in eine Verbindung. Die Bezeichnung A. wurde früher mehr für die endgültige A. (Admission) eines Fuchsen (Renoncen) gebraucht (1825, 1846), heute mehr für die vorläufige Aufnahme als Fuchs.
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aufwichsen, auch: aufwixen, 1) auftischen (studentisch 1781, 1795, 1831, 1841, 1860, allgemein 1792, 1807), 2) herausputzen (vielleicht vom Aufwichsen des Schnurrbartes mit heißem Wachs, vielleicht auch von den gewichsten Stiefeln; 1795, 1831, 1841), 3) das Ehrenwort geben (1822, 1841).
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Ausschluß, 1) A. von Studium. **Relegation, **Numerus clausus, 2) Entlassung aus der Verbindung (1846, zeitgenössisch).
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